In dieser Folge von „Wege der Hoffnung“ suchen wir alte Quellorte auf. Gehen Sie mit uns auf eine Entdeckungsreise zu Kirchen im Erzbistum, die mit Wasser, dem Element des Lebens, eng verbunden sind.
Das Element Wasser, gerade wenn es unvermittelt aus der Erde an die Oberfläche tritt, hat die Menschen schon immer fasziniert. Quellen gelten daher seit Urzeiten als besondere Orte. Sie werden als Sitz von Gottheiten verehrt und als heilige Bezirke geschützt. Hier fanden Weissagungen, Opferrituale und Gerichtsbarkeit statt. Als Symbol für Reinheit wurde die stärkende und lebensspendende Kraft des Wassers immer wieder mit Heilung in Verbindung gebracht.
Im Zuge der Christianisierung sind die bestehenden Quellheiligtümer durch christliche Kultstätten ersetzt worden. Viele Votivtafeln und Mirakelbücher in den Wallfahrtskirchen berichten von wundersamen Heilungen nach dem Waschen oder Trinken des Wassers. Auch Bibeltexte wie Joh 4.13-14 oder der Psalm 39.10 verweisen auf Jesus als den Quell und das Wasser des ewigen Lebens. Quellheiligtümer laden die Besucher ein, zur Ruhe zu kommen und seelische Genesung zu finden.
Joh 4.13-14„Wer von diesem Wasser trinkt, wird wieder Durst bekommen; wer aber von dem Wasser trinkt, das ich ihm geben werde, wird niemals mehr Durst haben; vielmehr wird das Wasser, das ich ihm gebe, in ihm zu einer Quelle werden, deren Wasser ins ewige Leben fließt.“
Leitung: Dr. Anja Schmidt
Kapellenstraße 4
80333 München